Heute ist unsere Tochter ein Jahr alt. Um 23:30 Uhr war sie dann auch pünktlich wach um mit mir ungefähr zwei Stunden lang in den Geburtstag reinzufeiern. Einmal wach machte sie sehr vergnügt Stehübungen - natürlich freihändig - im gemeinsamen Bett und erzählte mir gut zwei Stunden lang unterunterbrochen, wie toll sie Geburtstage fänd. Nun bin ich sehr müde!
Der gestrige Tag stand dafür ganz im Zeichen von Schokolade. Für den bevorstehenden Geburtstag haben der Siebenjährige und ich gestern Tripple-Schoko-Muffins gebacken. Nach einem Rezept aus Cynthia Barcomis Backbuch. Das ist übrigens sehr empfehlen kann. Viele tolle amerikanische Rezepte unter anderem diese wunderbaren handteller-großen Kekse und natürlich Bagels.
Die Muffins sind auch für mich als bekennende Nicht-Backen-Könnerin ganz prima gelungen und das obwohl ich statt Natron Backpulver genommen habe. Auch die Mengenreduktion von 12 auf 6 Muffins inkl. der Verwendung eines ganzes Eis, obwohl es dann ein halbes hätte sein müssen, schadete den Muffins nicht. Wie sollte man auch ein rohes Ei teilen? Der Tochter und den anderen beiden haben die Frühstücksmuffins dann auch ganz hervorragend geschmeckt.
Mein Helfer-Sohn hatte tags zuvor in der Schule einen Film über die Herstellung von Schokolade gesehen. (Es gibt auch Filme, die muss man den Kindern nicht zeigen!) :) Die alten Ägypter hätten Salz und Pfeffer in die Schokolade getan, so der junge Mann, und überhaupt man könnte tolle Gewürze in Schokolade tun Zimt zum Beispiel. Dann gestand er mir, dass es schon immer sein größter Traum gewesen sei, selbst Schokolade herzustellen. Auch mein Einwand, dass er bei der Oma doch einen Süßigkeiten-Experimentierkasten hätte und ich mich an die Schoko-Maikäfer erinnerte, die er damit hergestellt hatte. Nein, das wäre alles nicht das richtige.
Also gut, ich ließ mich breitschlagen, noch etwas mehr weiße, braune und schwarze Schokolade schmelzen zu lassen, die wir dann in Eiswürfelschälchen füllten und die dann noch mit Nüssen und Zimt verfeinert wurden. Erstaunlich wie viel Schokolade in diese Dinger reingehen.
Woher wusste ich nur, dass an dieser Aktion das Machen und nicht das Ergebnis im Vordergrund würde? Essen wollte er am Ende die wundervolle Schokoladenmischung natürlich nicht. Auch sein Bruder, der nach jahrelanger Schokoladensucht nun der Schokolade abgeschworen hatte, lehnte dankend ab. Immerhin muss er nicht sein Leben mit einem unerfüllten Traum verbringen, das ist doch auch was wert.


